Literaturliste »Wer keine guten
Bücher liest, ist gegenüber demjenigen, der sie nicht lesen kann,
nicht im Vorteil.« Mark Twain Im Folgenden eine kleine
Auswahl von Büchern zum Thema »Arbeit«
|
|
Paul Lafargue: Das Recht auf Faulheit, Stuttgart, 1991
Diese wohl berühmteste Polemik gegen die Arbeit dürfte heute noch
genau so erfrischend wie bei ihrem Erscheinen 1880 sein. |
 |
André Gorz: Kritik der ökonomischen Vernuft
Sinnfragen am Ende der Arbeitsgesellschaft, Berlin 1994 und Arbeit zwischen
Misere und Utopie, Frankfurt/Main 2000 Der französische Philosoph Gorz
kann mit Fug und Recht als einer der grundlegendsten politischen Denker zum
Thema Arbeit bezeichnet werden. |
 |
Jeremy Rifkin: Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft,
Frankfurt/Main 1995 Rifkin ist der Protagonist der These, daß uns
eine Zukunft ohne Erwerbsarbeit bevorsteht. Dabei begibt er sich allerdings auf
eine zum Teil fragwürdige Suche nach einer Ersatzdroge für die
verschwundene Arbeit. |
 |
Bericht der Kommission für Zukunftsfragen der Freistaaten
Bayern und Sachsen (Der Bericht ist z.B. über die Homepage www.sachsen.de herunterzuladen) Eine
unvergleichliche Fundgrube an Zahlen und statistischen Daten. Die
Vorschläge der Kommission laufen wenn man von der Rhetorik von der
sozialen Gerechtigkeit einmal absieht auf nichts anderes hinaus als auf
das, was Margret Thatcher in Großbritannien bewerkstelligt hat. Immerhin
gebührt diesem Bericht das Verdienst, dem aufmerksamen Leser vor Augen zu
führen, was uns blüht, wenn wir nicht aufhören, Arbeit über
alles zu stellen und deshalb mit allen Mitteln »Arbeit schaffen«
müssen. |
 |
Ulrich Beck: Schöne neue Arbeitswelt, Frankfurt/Main 1999
Mit dem Modell der »Bürgerarbeit« stellt der Soziologe
Beck eine Alternative zur derzeitigen Erwerbsarbeit vor, wobei jedoch wie bei
Rifkin die Grundannahme »Der Mensch braucht Arbeit« wenig
hinterfragt wird. |
 |
Helmut Saiger: Die Zukunft der Arbeit liegt nicht im Beruf,
München 1998 Vor dem Hintergrund der Beschäftigungskrise werden
hier die verschiedensten, manchmal etwas fromm anmutenden Wünsche in
Richtung »Bürgerarbeit« formuliert. |
 |
Jan Engelmann und Michael Wiedemeyer (Hrsg.): Kursbuch Arbeit,
Stuttgart und München 2000 Die Herausgeber betreuen das Projekt
Arbeit:Leben:Zeit der Hans-Böckler-Stiftung. Während viele der von
ihnen gesammelten Beiträge eher dem Standardrepertoire der linken Kritik
an der Arbeitsgesellachft angehören, finden sich auch sehr lohnende,
originelle Texte. |
 |
Johano Strasser: Wenn der Arbeitsgesellschaft die Arbeit
ausgeht, Zürich 1999 Ein kurzer, aber facettenreicher
Überblick über den Aufstieg und Zerfall der Arbeitsgesellschaft.
|
 |
Dieter Schnack und Thomas Gersterkamp: Hauptsache Arbeit?,
Hamburg 1996 Ein Buch über den männlichen Arbeitswahn und ein
Plädoyer an die Männer, vom »Arbeitsmann« zum
»ganzen Menschen« zu werden. |
 |
Giarini / Liedtke: Wie wir arbeiten werden, Hamburg 1998
Diesem »Bericht an den Club of Rome« hängt der Nimbus des
Zukunftsweisenden an. Bei näherem Hinsehen entpuppen sich die
Vorschläge der Autoren jedoch als eine verworrene Mischung aus
neoliberalen und dirigistischen Rezepten. Durch die schlechte Übersetzung
wurde das Werk noch des letzten Restes seiner Plausibilität beraubt.
|
 |
Richard Sennett: Der flexible Mensch Die Kultur des neuen
Kapitalismus, Berlin 1998 Der Soziologe Sennet beschreibt in
düsteren Tönen die Nöte der arbeitenden Menschen im Zeitalter
der Globalisierung. |
 |
Max Weber: Die protestantische Ethik, Eine Aufsatzsammlung,
Gütersloh 1991 Ein Klassiker, in dem die vom Protestantismus
geprägte Arbeitsmoral als ideeller Wegbereiter des kapitalistischen
Wirtschaftens analysiert wird. |
 |
Egon Friedell: Kulturgeschichte der Neuzeit, München 1997
Weit über das Thema Arbeit hinaus eine anregende und ja,
wirklich kurzweilige Lektüre. |
 |
Lothar J. Seiwert: Wenn du es eilig hast, gehe langsam. Das neue
Zeitmanagement in einer beschleunigten Welt, Frankfurt/Main 1998 Von
den vielen schlechten Ratgebern zum Thema Zeitmanagement für den
gestressten Manager einer der besseren. |
 |
Anke Richter: Aussteigen auf Zeit - Das Sabbatical-Handbuch,
Köln 1999 Viele nützliche Tipps, dazu appetitanregende
Aussteigergeschichten für alle, die sich mal eine größere Pause
gönnen wollen. |
 |
Ilse E. Plattner: Sei faul und guter Dinge Vom Sinn und
Unsinn des Erfolgstrebens, München 2000 Wer immer noch glaubt,
dass Erfolg glücklich macht, wird in diesem kurzweiligen Ratgeber eines
besseren belehrt. |
 |
Karlheinz A. Geißler: Zeit Verweile doch, du bist so
schön, Freiburg 2000 Eine Sammlung anregender und oft sehr
poetischer Texte über die Bedeutung der Zeit. |
 |
Jay Griffiths: Zeit der Venus Zurück zu einem Leben
ohne Uhr? Berlin 1999 Eine sehr fundierte Betrachtung des Themas Zeit
aus ethnologischer, historischer und weiblicher Perspektive |
 |
Robert Levine: Eine Landkarte der Zeit. Wie Kulturen mit der Zeit
umgehen, München 1999 In unterhaltsamer Form analysiert ein
Wissenschaftler das unterschiedliche Zeitgefühl der verschiedenen
Kulturen. |
 |
Joanne B. Ciulla: The Working Life The Promise and Betrayal
of Modern Work, New York, 2000 Obwohl die Arbeit immer weniger zu
bieten hat, erwarten die Menschen immer mehr von ihr. Joanne Ciulla geht den
historischen, philosophischen und psychologischen Ursachen dieses modernen
Mißverständnisses nach. |
 |
Ernie J. Zelinski: The Joy of Not Working. A book for the retired,
unemployed, and overworked, Berkeley, 1997 Ein originelles Rezeptbuch gegen
allzuviel Arbeitseifer, das auf amüsante Weise zeigt, dass der Arbeitsheld
der eigentliche Idiot ist. |
| |
Internetdienste &
WebDesign © 2000-2010 Medienkontor Lübeck GmbH |